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Schweiz Kalender 2016

Seit ein paar Tagen ist unser Schweiz Kalender 2016 „Swiss dreamscapes 2016“ bei uns zu bestellen. Wieso uns? Wie vielen eventuell schon aufgefallen ist, gibt es zwei Fotografen mit dem Namen Roman Burri, die beide in Zollikofen arbeiten. Deshalb haben wir uns entschlossen, in gewissen Dingen gemeinsame Sache zu machen. Wie eben zum Beispiel dieser Kalender, wo wir je 6 Bilder beigesteuert haben. Die Kosten plus Porto belaufen sich auf 40.-. Gerne dürft ihr euch per Mail melden, wenn ihr Interesse habt.

Sicher ist auch die Seite meine Fotografenfreundes Roman Burri einen Besuch wert! zur Website

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Planung 2016

 

So, die Planung für das Jahr 2016 ist in vollem Gange

Es werden wieder Einsteigerkurse, Lightroomeinführungen und Workshops stattfinden. Natürlich unternehme ich auch Fotoreisen wie jedes Jahr. Ich nehme Buchungen für Hochzeiten entgegen und werde weiter Kalender veröffentlichen. Diesmal liegt der Schwerpunkt bei Bilder aus der Schweiz. Habt Ihr ein fotografisches Anliegen? Nur zu, die Zeit bis Ende Jahr ist noch einigermassen frei 🙂

Hier findet ihr einige Impressionen der letzten grossen Reise in die USA.

Herbst im Engadin

Planung 2016

Was macht ein gutes Foto aus?

Mich hat vor zirka einem Monat eure Meinung zu diesem Thema interessiert und ich habe euch damals versprochen dazu Stellung zu nehmen. Nun denn, hier ist meine Sicht der Dinge. Ich habe vor allem aus der Sicht eine Landschaftsfotografen argumentiert.

Location:

Klar, eine gute Location ist Pflicht sollte man meinen. Grundsätzlich sind gute Locations ein Garant für tolle Bilder, da sie meist auf einfache Weise zu überzeugen wissen. Der Spot ist so speziell oder einfach atemberaubend, dass die meisten Betrachter das Bild als gelungen oder schön wahrnehmen., ohne dabei gross auf den Bildaufbau oder andere Faktoren zu achten.  Das Motiv macht in diesem Fall das Foto. Trotzdem gilt es auch neue Spots mit Potenzial zu entdecken, die unbekannt sind oder bis jetzt nicht richtig ins Bild gesetzt wurden. Dazu mehr später im Text.

Zeitpunkt:

Uhrzeit oder Jahreszeit beeinflussen ein Foto in hohem Masse . Es gehört zum Job eines jeden Fotografen den besten Zeitpunkt für einen Ort zu bestimmen, um das Maximum an Lichtintensität herauszuholen. Der Sonnenstand ist hier der wichtigste Faktor. Der Augenblick spielt in der Landschaftsfotografie eine weniger grosse Rolle als in der Tier- oder Peoplefotografie. Man hat etwas mehr Spielraum als wenn z. B. der Steinbock die perfekte Bewegung, oder bei Personen den stimmigen Ausdruck hat, den man einfangen will. Streetfotografie ist in diesem Bereich meiner Meinung nach das schwierigste Métier.

Wetter /Stimmung:

Wetterdaten zu interpretieren und somit tolle Stimmungen einzufangen sind planbar aber auch viele Male einfach reine Glückssache. Der Himmel kann in besonderen Fällen den Unterschied vom tollen Foto zum Topshot ausmachen. Wolken und Nebel sind einfach nicht wirklich berechenbar. Es lohnt sich aber allemal die Meteoseiten zu besuchen, vor allem wenn man einen weiten Anfahrtsweg hat.

Bildaufbau:

Für mich ist der Bildaufbau der absolut wichtigste Teil eines Fotos. Man kann durch einen guten Bildaufbau auch scheinbar uninteressante Locations in Szene setzen. Zu beachten sind Vordergrund, Führungslinien, Horizont, Tiefenschärfe, Mittelteil und Hintergrund, Bildaufteilung (z.B. goldener Schnitt), Bildverlauf und sicher noch einige Dinge mehr, die jeder Fotograf anders gewichtet und durch seine Art und Weise umzusetzen versucht. Ein geschultes Auge durch Übung, Bildbetrachtung und Theorie kann hier einiges an wertvoller Arbeit verrichten. Vielfach findet man das perfekte Foto auch zu Hause am Bildschirm, wenn man die Fotos gross betrachtet und untereinander vergleicht. Es gilt also viel auszuprobieren!

Technik:

Klar sollte man die Technik, in jeder Situation die maximale Bildqualität herauszuholen, beherrschen. Das Lesen des Histogramms oder der richtige Einsatz von Blende, Verschlusszeit, Brennweiten und Filtern können Bilder entscheidend verbessern. Teilweise ist hier der Zeitfaktor störend, da man evtl. die Stimmung verpasst, wenn man Objektive wechselt oder andere Filter aufsetzt. Ich habe mich auch schon dabei ertappt schlussendlich zu faul zu sein nochmals den Rucksack zu öffnen und das Equipment auszuwechseln. Fast immer ist es aber lohnend, den Aufwand auf sich zu nehmen.

Bildbearbeitung:

Mit digitalen Bildern ist die Nachbearbeitung schier unbegrenzt variabel geworden. Am Computer kann man nachträglich Stimmungen hervorheben oder verändern, Tonale-  und Kontrastveränderungen vornehmen, nachschärfen und vieles mehr, was viele Leute der enormen Kunst des Fotografen vor Ort zuschreiben. Auch sie wollen solche Stimmungen erleben und oft sind es die sehr stark bearbeiteten Bilder, welche die Sehnsucht wecken solch tolle Bilder zu schiessen. Natürlich ist auch Nachbearbeitung ein Handwerk, dass man beherrschen sollte. Aber je länger umso mehr wird sie als ein Stilmittel eingesetzt, das bewusst die Grenze zwischen Realem und digitaler Kunst zu verwischen versucht um den Betrachter zu fesseln. Doch die Fotografie ist meiner Meinung nach eine Kunst/ ein Handwerk  das vor dem Drücken des Auslösers stattfinden sollte. Ich versuche immer einen Kompromiss zu finden, so dass ich das Gefühl habe, es sei immer noch möglich diese Stimmung auch live erleben zu können. Natürlich hat jeder Fotograf andere Limits,  wie stark er Bilder bearbeitet. Ganz klar wurde auch schon früher in der Dunkelkammer getrickst, doch heute verführen die unglaublichen Möglichkeiten der Bildbearbeitung eher zu oft als zu wenig zum Spiel mit den Reglern. Es ist auch extrem abhängig davon, welches Rohmaterial zur Verfügung steht. Teilweise muss fast nichts bearbeitet werden  und andererseits  muss man ziemlich Zeit investieren, das Beste aus einem Bild heraus zu holen. Meistens sind die Stimmungen, der Sonnenstand oder die technische Qualität des Fotos dafür verantwortlich.

Na, und was ist denn jetzt ein gelungenes Foto?

Tja, schlussendlich liegt es sicher im Auge des Betrachters welches Foto als schön empfunden wird. Doch die oben genannten Teilaspekte tun ihr Wesentliches, ob unbewusst oder nicht, ein Bild besser erscheinen zu lassen. Wie man diese Aspekte gewichtet ist Geschmackssache oder motivabhängig. Wichtig ist, dass man seine Möglichkeiten kennt und diese gewinnbringend einsetzt. Ich möchte euch motivieren in jedem einzelnen Bereich Verbesserungen anzustreben um euer Können möglichst auf breiter Basis voranzutreiben.

Viel Erfolg bei eurem nächsten Projekt!

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