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Wandern in Norwegen

Da wird sich doch der Eine oder Andere denken, ob dieses Thema ein Blogeintrag wert ist. Wir Schweizer sind doch echte Wanderprofis. Nach 4 Wochen Wanderurlauberfahrung ist es meiner Meinung nach doch angebracht ein paar Worte zu verlieren:

Im Gegensatz zur Schweiz sind die Wege eigentlich nie oder selten Befestigt. Der Untergrund variiert von trockenem Torfboden, Schneefeldern, Gletscher über geschliffenen Fels, Geröll, Steilstufen, hüfthohen Farnen und Büschen, zu wasserdurchtränkten Moos- und Torfflächen und Sumpf. Und meist alles zusammen auf einer Wanderung. Es kann also gut sein, dass man eben noch auf einem meist schmalen Weg durch saftige Mooswiesen geht, um sich dann für die nächsten 10 Minuten über mannshohe Felsbrocken ohne ersichtlichen Weg zu kämpfen und danach eine halbe Stunde durch dichten Birkenwald mir Matschboden windet. Ein Schweizer Gebiet, welches zumindest in den felsigen Passagen an Nordnorwegen erinnert, sind das Säntisgebiet oder das Grimselgebiet.

Bei zwei von unseren Wanderungen gingen wir einfach diretissima den Berg rauf, da der Weg schon nach 500m nicht mehr auffindbar war und auch später wohl maximal zu circa 10% ersichtlich war. Eigentlich ist querfeldein Wandern kein grosses Problem wenn man sich das von der Orientierung her zutraut. Der Boden ist an vielen Stellen angenehm weich und es hat keine Dornengebüsche. Es kann höchstens passieren dass eine Felsenstufe, Felswand oder ein Moor den Weg versperrt und man diese umgehen muss. Es kann gut sein, dass man unterwegs den Elchen ziemlich nahe kommt und sich einer nur gerade ein paar Meter entfernt im hohen Gebüsch oder Birkenwald versteckt.

Auch sonst haben wir auf den Wanderung viele Tiere gesehen. Schneehühner mit 6 Jungen, Rentiergruppen, Füchse, viele Vögel (auch Adler), Frösche und Marder.

Die Wanderungen die wir unternommen haben, hatten meist alle T4 und T5 Charakter und seltene T6 Elemente. Die nervenaufreibensten Abschnitte sind solche, die an einem Fjord entlang führen. Da fühlt man sich wie im feuchtigkeitsübersättigten Regenwald und braucht öfters die Hände um sich an Felsen oder Bäumen hoch und weiter zu ziehen. Da kann es schon einmal vorkommen, dass man für einen 3 Kilometerabschnitt der vom Schiff aus horizontal verläuft 1,5h braucht und praktisch jeden Schritt planen muss damit man nicht ausgleitet oder in den Matsch tritt. Der Weg ist dann öfters ein Auf und Ab mit Höhenunterschieden bis zu 8m. Ab ca. 500m über Meer tritt man in die hochalpine Zone ein und ab 700 Meter ist man meist im Geröll und Fels unterwegs. Fast alle Routen sind mit Steinmännchen gekennzeichnet. Weil man fast immer einen Berg besteigt, sind die letzten Abschnitte meist die steilsten. Geröllhalden sind selten ausgeschildert, da muss man sicher selber einen Weg suchen oder den Spuren der Vorgänger nachsteigen.

Ich empfehle jedem absolut wasserdichte Schuhe damit man wenigstens die Matschpassagen und Bachüberquerungen leicht hinter sich bringen kann. Somit hat man einen Grossteil der Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt. Wir waren in den Sommermonaten unterwegs und somit bietet es sich an erst spät aufzubrechen um die schönen Stimmungen die sich zwischen 11:00 und 01:00 zeigen mit zu erleben. Das es nie dunkel wird ist das Tragen einer Stirnlampe eigentlich nicht notwendig. Wasser findet man fast überall irgendwo auf dem Weg und wenn man nicht gerade in einem Schafsweidegebiet unterwegs ist auch ohne Probleme trinkbar.

Alles in allem ist Nordnorwegen ein herausforderndes Wandergebiet, das aber extrem abwechslungsreich ist und Spass macht, wenn man breitgetretene Pfade langweilig findet.         Ich wünsche euch viel Spass bei eurer nächsten Wandertour im hohen Norden! Weitere Fragen beantworte ich euch gerne!

4 Wochen Norwegen

Hallo liebe Leser

Mit diesem Eintrag starte ich meine Blogreihe über eines der schönsten Länder dieser Erde, das ich mit meiner Frau diesen Sommer schon zum zweiten Mal bereisen durfte. Im 2010 war ich das erste Mal oben und hatte 4 Wochen Zeit von Götheborg bis auf die Vesteralen und retour zu fahren und so einen ersten Eindruck des riesigen Gebiets zu erhaschen. Aufgrund meiner Erfahrungen entschieden wir uns für diese Reise „nur“ den Norden zu bereisen. Zwischen Mo I Rana und Alta konnten wir unserer Wanderlust frönen und die Natur geniessen. Jeden folgenden Blogeintrag möchte ich einem Thema widmen, das mit unserer Reise und 2 Monaten Norwegen Erfahrung zusammenhängt. Alle Einträge werden kurz und leicht verdaulich gehalten damit man auch in kleinen Pausen damit fertig wird. Der erste Teil dreht sich um die Frage:

WESHALB REIST MAN NACH NORWEGEN?

Darum:

Entweder man ist passionierter Fischer, Autofahrer, Tierbeobachter oder wie wir Wanderer, wenn man nach Norwegen reist Die vielen felsigen Aussichtsberge sind grandios und eröffnen einem den Blick auf Fjorde, Küsten, Moore andere Inseln. Die dünne Besiedlung und die wenige Infrastruktur machen Norwegen zu einem Naturerlebnis par exellence. Wer entspannte Ferien verbringen will, kommt wohl kaum aus seinem Camper raus oder hat irgendeine Carrundreise gebucht, bei der man die eigentliche Schönheit des Landes nur am Rand oder durch die Scheibe eines Fahrzeugs erlebt. In Norwegen heisst es raus und meistens auch hinauf! Wer Lust bekommen hat mehr zu erfahren, wird bei meiner weiteren Eiträgen sicher den einten oder anderen interessanten Aspekt zu lesen bekommen. Bis zum nächsten Mal!

Test des Lightroom plug-ins von Sleeklens „Strike a pose“

Ich wurde von Sleeklens angefragt, ob ich eines ihrer Produkte testen würde. Ich habe mich für „Strike a pose“ entschieden, ein Workflow für Portraits. Hier nun mein Review darüber. Ich hoffe das es auch in Englisch ein paar Leser findet. Sleeklens hat übrigens für alle möglichen Sparten solche Plug ins, auch für Landscapes und Architektur.

Hier gehts zur Internetseite!

Vor ein paar Tagen wurde ich auch noch für ein Interview angefragt das ihr in ein paar Wochen dann auf Ihrer Seite finden werdet. Aber nun viel Spass beim Lesen!

I was asked by a member of Sleeklens to test one of their produtcs, the Strike a pose collection of brushes and presets for lightroom. Installing is pretty easy especially the presets and they`re listed with understandable names and everything is in order and easy to find. There are stackable and non stackable presets. The stackable presets are overlay effects, so you can process your own stylish picture with a few clicks. For me the brushes were a bit harder to guess what`s behind the different presets.

Generally speaking, most of the effects were too hard in my opinion. For example if you soften a picture you should not put clarity on -50 with one click. And if you have to put back clarity on for instance -15, then you could have done that without the preset in the same time. So are a lot of the non stackable prestes or looks. Some of them work quite well if you work with outdoor portraits, but there were only one or two which I would use with my shots out of the studio.

I think that the best option is to go through the differnet presets by running the mouse over them and checking the small picture in the navigator section of lightroom. If there`s a look which pleases your eye, then you apply the preset and work on the finetuning of the look.

If you know lightroom pretty well and you have the look of your future picture in mind, then I`m not shure about saving time with the presets. It`s more like a collection of looks if you are not shure what to do with the picture.

So for people who seldomly work with lightroom it`s a great tool with a lot of options and support to develop good pictures. For pros the presets are a bit rudimetary and too less refined.

The following links give you a great overview about the work and products of Sleecklens:

https://sleeklens.com/lightroom-tutorials/

https://www.pinterest.com/sleeklens/lightroom-presets/

https://sleeklens.com/how-to-become-a-photographer-and-start-a-business/

Die Followerexplosion

Hallo liebe Leser

Da ich in letzter Zeit einige Artikel zum Thema Bots und „Bescheissen um Follower zu kriegen“ gelesen habe, fand ich es an der Zeit mich zu meinen 52`000 Followern auf 500px zu äussern:

Auch ich denke dass 500px früher extrem viel besser war als es sich heute präsentiert. Zuerst dachte ich, es läge daran, dass Instagram 500px den Rang abgelaufen hatte und im Gegenzug „Instagrammers“ auf 500px auf irgend eine Weise unterstützt wurden, damit sie Firma Boden gut machen konnte. Wenn es wirklich so war, ging das meiner Meinung nach nach hinten los, da es plötzlich nicht mehr nur um gute Fotos ging. Die Selbstinszenierung mit speziellen Bildlooks  hatte seinen Platz auf der Plattform gefunden. Als ich mit meinen knapp 700 Followern brav jede Woche mal postete, dachte ich auch ein paar Mal: „Also das was ich da an Fotos auf den vorderen Plätzen im Ranking sehe, das sollte ich doch auch hinkriegen.“ Was war also der Schlüssel um zu mehr Reichweite und Beachtung zu kommen? Ich dachte mir nichts dabei und hoffte, dass irgend eine grosse Nummer auf der Plattform mir folgt, um dann bei seinem Followerfeed mit meinen Fotos vertreten zu sein, wenn er eines meiner Bilder geliked hat. Somit sollte es doch möglich sein mehr Leute anzusprechen. Der Tag wird vielleicht irgendwann einmal kommen, einfach ein Bisschen Geduld.

Gegen Ende letzten Jahres, ich war gerade mit meiner Frau auf Wintertour, sah ich dass mir auf einen Schlag plötzlich 500 Leute mehr folgten als noch gestern. Natürlich dachte ich zuerst einmal, dass ein Bild von mir voll eingeschlagen haben muss. Doch die 120 Likes auf meinen letzten Beitrag konnten wohl kaum der Auslöser sein. Als nächstes nahm ich die neuen Follower unter die Lupe. Fast keine Profilbilder, meist null Follower und teilweise auch Profile, die nur dazu dienten irgend einen Inhalt wie zum Beispiel Produkte oder Firmen zu promoten. Die hatten dann auch ganz komische Namen wie „18869483455“ oder „thelocksmithendinborough“.

Ich schrieb 500px, dass da irgend etwas gewaltig schief laufen muss. Ich dachte zuerst an irgend einen Hackerangriff, der die Plattform ins Visier genommen hat. So viele irgendwie sinnlose Profile die unaufhörlich meinen Followercounter nach oben jagten. Die Antwort von 500px liess zwei Tage auf sich warten. Sie teilten mir mit, dass sie mich allen neuen Usern vorschlagen die sich neu auf der Seite registrierten, das sei doch eine super Sache für mich. Somit war das Rätsel gelöst weshalb fast alle neuen Follower selber noch gar keine Follower hatten. Gleichzeitig war die Qualität der Follower sehr gering, da sich ja nicht jeder der ein Profil registriet, dann auch wirklich aktiv bei 500px mitmacht. Somit hatte ich zwar viele Follower, aber im Vergleich eigentlich wenig Resonanz. Trotzdem hatte ich natürlich mehr Likes auf meinen Bildern. Am Anfang so ca. 300 bis heute so um die 800 bis 11oo Herzchenbuttons bei jedem geposteten Bild. „Normal“ war früher für mich so um die 130 Likes pro Bild und ganz selten einmal eines, das bis zu 800 Likes geholt hatte. In den ersten zwei Wochen bekam ich pro Woche ca. 10`000 Follower mehr, was mir schon ziemlich komisch vorkam, obwohl ich gleichzeitig ja auch einen Nutzen daraus zog. Unterdessen hat es sich so bei 1000 Followern alle drei bis vier Tage eingependelt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich noch auf der Promotionlist drauf bin. Ich denke es eher nicht. Die Follower generieren sich inzwischen wohl daraus, dass ich mit jedem Bild auf 99.5 Puls oder mehr komme und somit halt viel präsent bin auf der Plattform. Vielleicht ist das auch total falsch, keine Ahnung.

Was hat das jetzt mit guter Fotografie zu tun? Wohl herzlich wenig, da ich ohne mein Zutun eine astronomische Zahl an Followern erreicht habe. Ich kann mir höchsten zu Gute halten, dass die Leute von 500px mich zum Promoten ausgewählt haben. Irgend eine Art Qualität muss ich wohl bieten. Sicher war es bei der Anzahl an guten Fotografen auf 500px einfach Zufall, so ähnlich wie wenn man ein Preisausschreiben gewinnt. Nebst der erhöhten Aufmerksamkeit die ich auf der Plattform kriege, bleibt ein schaler Nachgeschmack. Vor allem auch desshalb weil das Ansehen der Plattform gerade ziemlich den Bach runter geht, was ich nur zu gut verstehen kann.

Um wieder zum Anfang meines Beitrag zurückzukehren: Als ich die Berichte über die Bots und die Programme gelesen habe, die einem automatisch Kommentare und Likes generieren, kam ich mir schon ein wenig blöd vor. Natürlich sah es ganz danach aus als hätte ich genau das gemacht. Ich musste mich plötzlich für etwas rechtfertigen womit ich nichts am Hut habe. Auch meine vormals 12`00o Follower auf Facebook kamen nicht unter unlauteren Methoden zustande. Ich war damals (vor ungefähr 3 Jahren) so blöd und investierte ca. 500CHF in Werbung rund um den Globus. Die 5000 Follower aus Indien waren für meine Traffic nicht wirklich förderlich, genauso stand es um die Follower aus Chile oder sonst woher. Ich hatte das Werbetool von Facebook nicht zu meinem Vorteil genutzt. Irgendwann war es mir zu blöd und ich habe 8000 Follower gelöscht, die sich eigentlich gar nie für meine Seite interessierten. Unterdessen geht es ganz langsam Bergauf.

Zum Abschluss kann ich nur Folgendes festhalten: Folgt den Leuten deren Arbeiten ich schätzt. Macht euer Ding egal was gerade angesagt ist. Lasst euch nicht blenden von Zahlen und Fakten auf dem Internet. Jeder Hype geht wohl einmal zu Ende. Tut was euch Spass macht und bleibt euch treu. Fotografiert weil es euch befriedigt, egal wie viele Leute euer Bild sehen. Nicht immer muss aus einem Hobby ein Beruf werden, auch wenn euch das die sozialen Plattformen teilweise weismachen wollen, das dies recht einfach wäre.

Geniesst das Leben

Roman

Die Erinnerung sehen

Den Text für diesen Blog schwirrt mir schon seit einer Woche im Kopf herum. Ich arbeite im Moment an einer neuen Website, die noch etwas auf sich warten lassen muss da ich alle meine Landschaftsbilder nochmals überarbeite. Seit letztem Herbst habe ich gemerkt, dass ich mit meinen Bildern nicht so richtig glücklich bin. Wie ich gemerkt habe lag es vor allem an der Bearbeitung die mich viel zum Nachdenken brachte und schlussendlich auch anregte diesen Schritt zu machen:

Ich habe beschlossen meine Bilder so zu bearbeiten, dass der Betrachter mit mir vor Ort sein kann, als ich das Bild gemacht habe. Es soll das wiedergeben was ich gesehen habe, keine (meist bessere) Version davon. Ich bin es leid geworden meine Bilder am Computer zu verschönern, etwas zu verstecken und zu kaschieren, den Sonnenaufgang goldener und den Himmel blauer zu machen. Mein Ziel ist es das Bild so zu zeigen wie es damals vor Ort gewesen ist. Ich möchte die Leute auf meine Reisen mitnehmen und Ihnen zeigen, wie es dort ist und nicht was man daraus machen kann. Das heisst nicht, dass ich keine Bearbeitung mehr vornehme. Das RAW zeigt nicht die Wirklichkeit, dafür hat das Auge einen viel zu hohen Dynamikumfang. Somit arbeite ich fast ausschliesslich mit Kontrasterhöhung, Abdunklung und Aufhellung, da ich der Meinung bin das das Auge vor Ort auch fähig ist diese Anpassungen vorzunehmen, je nachdem welchen Bildausschnitt es anschaut. Bei extremen Lichtverhältnissen hält man sich die Hand über die Augen und blinzelt um besser zu sehen, da finde ich es legitim diese Dinge auch in einem Bild festzuhalten. Wenn alle Anpassungen gemacht sind muss man zwangsläufig praktisch alle Farben entsättigen, da sie mit höherem Kontrast auch stärker werden. Dann kommt das RAW ins Spiel: Ich erstelle meist 2 Kopien und dunkle im einen Bild die hellen Bereiche ab, damit die Farben gut sichtbar werden. Dasselbe gilt für die dunklen Bereiche. Die helle ich auf damit ich erkennen kann wie viel von welcher Farbe vorhanden ist. Ich halte mich beim entwickeln so genau wie möglich an die Farben, die im RAW zu sehen sind. Dabei geht es in erster Linie um die Sättigung aber natürlich auch um den Farbton. Der Weissabgleich ist natürlich so eine Sache. Ich arbeite im Automatikmodus und vertraue auf die Genauigkeit ebendieser. Je dunkler es wird desto schwieriger wird es für die Kamera präzise zu arbeiten. Somit muss ich trotzdem ab und zu den Weissablgleich verändern damit die Stimmung eher dem Gesehenen entspricht. Ich weiss, dass meine Kamera von der Werkseinstellung her etwas zu blau fotografiert, somit erhöhe ich den Kelvinwert teilweise um max. 300. Jeder hat zu Hause einen anderen Bildschirm und somit auch eine andere Farbwiedergabe. Das Argument daraus zu schliessen, dass es ja egal ist wie genau man sich an die Wirklichkeit hält und obendrauf jede Person Farben anders wahrnimmt, finde ich persönlich zu wenig stichhaltig. Mein EIZO arbeitet hoffentlich auch in diesem Bereich genau.

Für mich als Fotograf heisst das noch viel kreativer zu arbeiten. Die Bildkomposition wird viel wichtiger wenn man weniger mit Farben punktet. Schon ein JPEG (somit auch das Vorschaubild in der Kamera) hat intensivere Farben als ein RAW, das akzeptiere ich und gebe da vielleicht auch etwas weg. Um wie viel es sich handelt muss ich noch herausfinden, eventuell werde ich wenn ich Klarheit habe,  die Farben wieder etwas erhöhen. Eventuell hat jemand von euch da auch Richtwerte, da wäre ich froh um einige Tipps. So ist das eben wenn man einen neuen Weg einschlägt. Ich denke für mich ist es der richtige.

Es war teilweise hart zu sehen wie meine „schönen“ und toll aussehenden Bilder plötzlich einen grossen Teil dessen verloren haben was das Bild ausgemacht hat. Ich musste mich von gesetzten Radialfiltern verabschieden die den Sonnenschein auf die Wiese gezaubert haben. Die schöne lila Stimmung über der Eislagune war dahin, die intensiven Farben in den Wolken nur noch ein Schatten ihrer selbst. Und trotzdem, plötzlich war sie da: Die Erinnerung an den Moment. Die Erinnerung wie das damals war, versteckt unter den Farbschichten die ich langsam abgetragen hatte. Der Moment ohne Make-up sondern das reale, das was bleibt wenn die Show vorüber ist. Es fühlte sich toll an!

Das Bild links zeigt wie ich meine Bilder in Zukunft bearbeite, rechts ein älteres Bild wie ich das früher gemacht habe.

Gleichzeitig gewinnen die wirklich schönen Stimmungen die man erlebt hat viel mehr an Wert. Wenn der Himmel wirklich gebrannt hat und die Wolken in der Abendstimmung violett leuchten. Die Fotos werden dadurch sehr viel vielseitiger und unterschiedlicher.

Hier ein Vergleich zwischen RAW links und bearbeitet rechts. Die Helligkeit der Farben sind unterschiedlich, nicht aber der Farbton und die Sättigung. Man hätte sicher den Fels im Vordergrund noch mehr aufhellen können, wenn man den Dynamikumfang des Auges berücksichtigt. Aber irgendwann leidet der Kontrast.

Dadurch geht auch der Stil des Fotografen was die Farbgebung anbelangt fast gänzlich verloren, was Werbetechnisch sicher ein Nachteil ist. Eine spezifische Bearbeitung der Bilder hat einen extrem hohen Wiedererkennungswert.

 

Ein Traum in Roppel Gelb und Antenore Rosa/Blau, aber eben etwas weniger Wirklichkeit 😉

(Nicht böse sein liebe Fotografen, mir hat das Wortspiel gefallen. Ich like eure Bilder vor allem wegen der super Bildideen und der Komposition und  auch wegen der wirklich hochstehenden Technik in der Bildbearbeitung)  Somit versuche ich in Zukunft noch mehr auf die Bildkomposition zu setzten um vielleicht dadurch „erkannt“ zu werden.

Ich weiss, dass sicher auch mein Bild ein Abbild ist. Niemand kann die Realität festhalten und die Wahrheit für sich pachten. Ich kann mir aber Mühe geben und es zumindest zu versuchen.

Ich bin ein Abenteurer. Ich bin auch Fotograf, aber vor allem ein Reisender der erlebt und beobachtet, sich etwas wagt, ausharrt und geniesst. Einmal ist es ein wahnsinns Tag der nächste ist wolkenverhangen. Das ist die Laune der Natur und ich möchte nichts mehr an meinen Fotos ändern, was eben nicht da war.

In einem Kommentar zu einer Diskussion um ein Bild von Stefan Forster war in etwa Folgendes zu lesen: „Wir  können halt nicht so viel Reisen wie du (Stefan) und deshalb nicht immer die schönsten Stimmungen erleben.“ Das war die Begründung wieso diese Person die Bilder im Nachhinein „etwas“ anpasst, weil es eben nicht so schön war wie erhofft. Alle wollen doch den Topshot und ein paar kreieren ihn sich zu Hause. Die Bilderflut der wir ausgesetzt sind suggeriert ja genau das: Alle haben Schwein mit dem Wetter und wenn ich dort bin ist alles so blass, da helfe ich nach. Die arbeiten ja eh alle mit Photoshop und Lightroom, das macht man heute so, sonst sieht sich ja eh keine Sau meine Bilder an und kriegt keine Likes. Natürlich kann man ja auch die Meinung vertreten dass es heute halt eben möglich ist Bilder auf so einfache Weise extrem zu verändern. Das sei ja rückständiges Verhalten wenn man die neuen Technologien nicht nutzt. Jeder hätte das auch früher schon getan wenn die Möglichkeit bestanden hätte. Es macht ja auch grossen Spass zu sehen, was man aus einem Bild alles herausholen kann. Für mich stellen sich an diese Stelle ein paar Fragen: Will ich mit Hilfe der Fotografie ein Kunstwerk erschaffen? Bin ich Künstler der mit dem Medium Fotografie arbeitet? Bin ich jemand der die Landschaften dieser Welt dokumentiert? Jemand der Momente festhält?

Ich denke viele Leute sind von den Kunstbildern fasziniert und schreiben das auch teilweise den Fähigkeiten der Fotografen zu was eine weiterer Kommentar zeigt, den ich vor kurzem gelesen habe.“Bitte schreibt doch hin wenn ihr das Bild stark bearbeitet habt. Ich habe nämlich immer das Gefühl nur ihr erlebt solche Stimmungen“

Social Media dreht sich um Vernetztheit um sich zur Schau stellen, um aufzufallen, um Aufmerksamkeit, um Bestätigung. Man zeigt seine beste Seite, will Erfolg haben. Dies hat sehr viel mit Werbung in eigener Sache zu tun. Nun ist es ja jedem klar, dass Werbung und Kommerz am besten funktioniert wenn man übertreibt, kaschiert, Traumwelten und Begebenheiten erschafft, die anziehen und faszinieren. Dies ist überall so, in der Autowerbung wie in der Musikbranche. Das Konzept hat Erfolg. Bearbeite ich ein Bild so, dass es gefällt oder das es mir gefällt?

Ich habe mich entschieden dort abzukoppeln. Dies ist ein happiger Schritt, da ich um den Erfolg des Konzeptes Werbung weiss und dafür einige Dinge aufgebe. Aber ich will den Leuten nicht eine polierte Version der Wirklichkeit unterbreiten. Ich möchte versuchen Ihnen eine möglichst nahe Form der Wirklichkeit zeigen. Ich habe das schon früher gemerkt, als einer meiner grössten Berufswünsche in der Werbebranche zu Hause war. An einem Punkt kam ich mir vor wie der Leuteverarscher und genau das Gefühl hatte ich wieder nachdem ich jetzt 4 Jahre intensiv fotografiert habe. Es ist einfach nicht meine Art. Schon damals habe ich geschrieben, dass das Wichtigste an meiner Arbeit vor dem Drücken des Auslösers passiert. Ich habe diesen Vorsatz durch die Beeinflussung von anderen Fotografen und Plattformen aus den Augen verloren und besinne mich nun wieder zurück.

Links: bearbeitet vor 2 Jahren. Rechts: RAW

Unten: Schnellversion Bearbeitung heute

 

Ich werde in Zukunft mehr RAW Bildvergleiche posten und eventuell auch mal ein verfälschtes, künstliches Bild zeigen. Dies werde ich aber immer deklarieren und ihr könnt davon ausgehen, dass alle sonstigen Bilder meiner Philosophie entsprechen.

So, ich hoffe ich konnte euch einen Einblick geben, was mich in der letzten Zeit am meisten beschäftigt hat und welche Konsequenzen für mich daraus folgen. Schön wäre es wenn ihr eure Meinungen und Empfindungen zu diesem Thema irgendwie oder irgendwo öffentlich machen könnt, damit eventuell noch eine Diskussion angerissen werden kann. Ich fände es sehr spannend!

Geniesst das Wochenende und bleibt euch treu

Roman

Newsletter Januar 2017

Hallo miteinander!

Ich hoffe ihr hattet ein schönes Weihnachtsfest und könnt die ruhigen Tage etwas geniessen. Ich habe mir die Zeit genommen euch den nächsten Newsletter zu schreiben und möchte über Vergangenes und Bevorstehendes berichten:

2016 war ein wahnsinniges Jahr. Nicht zuletzt wegen unserer Hochzeit im Juni. Tolle Reisen und Erlebnisse mit lieben Menschen prägten dieses Jahr ungemein. Sicher waren die 5 Wochen Spanienrundreise im Mietauto das Highlight. Aber auch das Zelten auf dem Gornergrat im Winter oder die Kletterferien in den Calanques waren unvergessliche Momente.

Fotografisch gesehen hatte ich das Vergnügen 5 Hochzeiten zu begleiten, den ersten Workshop mit meinem Freund und Namensvetter Roman Burri durchzuführen und einige Portraits zu schiessen. Zudem durfte ich 2 Veröffentlichungen in Magazinen machen und konnte an der ersten Werkschau in Bern meine Bilder dem Publikum zeigen. Foto Zumstein schmückte mit 14 meiner Architekturfotos einen Monat lang sein Schaufenster und die Krebsliga Schweiz wählte eines meiner Bilder für ihren Kalender aus. Sogar einen ersten Ausflug in die Modefotografie bescherte mir 2016. Das erste Mal nahm ich auch an Wettbewerben teil und durfte zwei Auszeichnungen entgegen nehmen.

Auch dieses Jahr werde ich Paare ihren schönsten Tag begleiten. Wer also noch auf der Suchen nach einen Hochzeitsfotograf ist, darf sich gerne bei mir melden. Die Monate April, Juni, Juli und September sind leider schon belegt.

zu den Fotobeispielen:

Businessfotografie/Produktefotografie
Gerne würde ich in diesen zwei Bereichen im 2017 mehr Auftragsarbeiten machen und probiere vermehrt in diesem Segment Werbung zu betreiben.

Fotoreisen
Im 2017 kann ich das erste Mal Workshops und Fotoreisen über den schweizweit grössten Anbieter www.fotoreisen.ch ausschreiben! Die Firma steht für langjährige Erfahrung und guten Service. Diese einmalige Chance lasse ich mir natürlich nicht entgehen und starte mit drei Angeboten. Diese werden in dieser Woche auf Ihrer Webseite aufgeschaltet.

Workshop im Französischen Jura zum Thema „Wasserfälle“ vom 20.-21- Mai 2017

Workshop im wunderschönen Alpstein vom 9.- 11. Juni 2017

Fotoreise in die italienischen Dolomiten mit allen Topspots vom 24.-30. September 2017

Zur Webseite von Fotoreisen.ch

Zudem führe ich auch wieder zwei Workshops privat durch:

Workshop zu Grauverlaufs-Filtern und Bildaufbau in der Twannbachschlucht am 29.April 2017
(noch 3 Plätze)

Einsteigerworkshop in Bern am 30.April 2017
(noch 4 Plätze)

Gerne könnt ihr euch per sofort per Mail anmelden.

Alle meine Prints bei Bilder-24
Ich habe das Glück mit Herrn Neuenschwander von Bilder-24.ch einen Partner gefunden zu haben, der meine Landschaftsbilder auf Leinwand und auf Acrylglas (ohne Panoramaformate) aufgezogen in seine Shop anbietet. Letztere sind eine Limited Edition auf 20 Bilder pro Foto beschränkt. Die Firma bietet einen kostenlosen Versand und ihr kriegt von mir ein handsigniertes Echtheitszertifikat für jedes Bild.

Zum Shop

Für Fine-Art Prints auf feinstes Hahnemühle Papier auf Alu Dibond, vertraue ich auf die Firma Printout in Steffisburg. Diese können direkt über mich bezogen werden.

Reisebilder.ch
Seit letztem Jahr gibt es nun unsere Plattform für Kalender. Unser Ziel ist es mit weiteren Fotografen zusammen zu arbeiten und vor allem auf Werbegeschenke für Grossfirmen zu setzen. Für das 2017 haben wir noch folgende Kalender an Lager. Diese können für 39.- inkl. Porto & Verpackung bei mir bestellt werden.

Schweizer Traumlandschaften
Tessin

Zu den übrigen Kalendern

Im 2017 freue ich mich vor allem auf die Reisen nach Lanzarote und Norwegen und garantiert liegen noch ein paar Hochtouren oder Klettertage mit meiner Liebsten drin. Ich wünsche euch einen guten Start im neuen Jahr und hoffe den einen oder anderen von euch persönlich zu treffen.

Herzlichst

Roman

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